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"Alte Fabrik für moderne Firmen" - Rheinische Post [03.11.2010]


Düsseldorf (RPO). Das Ambiente der alten Produktionsstätten des Unternehmens Thompson soll einen neuen Gewerbepark an der Erkrather Straße prägen. Lofts aus einer Mischung von historischer und moderner Architektur entstehen. Theater, Kinos und Restaurants sollen für Leben bis in die Nacht hinein sorgen.

Die Fabrikgebäude der Firma Thompson waren ein Markenzeichen für Reinigungsmittel. Das Firmensignet, ein Schwan, ist legendär. Die leerstehenden Hallen und Verwaltungsgebäude sollen nach dem Willen der Investoren wieder zu einem Markenzeichen werden, aber zu einem der völlig anderen Art. "Das Fabrikgelände soll zu einer Insel werden, auf der kreative Unternehmer aller Sparten ihre Büros und Geschäfte in Lofts mit besonderem Charakter einrichten", erklärt Investor Klaus Hölz die Idee.

Die alten Fabrikgebäude bieten dafür das passende Ambiente. "Das Image der alten Architektur mit ihren unverwechselbaren Räumen wollen viele Unternehmer für ihre Firma nutzen", ist Projektleiter Thomas Walten überzeugt. Deshalb wird das alte und zugleich moderne Viertel auch Schwanenhöfe genannt. Die Grundidee: In die alten Gebäude werden Lofts unterschiedlicher Größe ab etwa 60 Quadratmeter aufwärts eingerichtet, "die Unternehmen der Modebranche, Graphiker aber auch Steuerberater, Anwälte oder Ärzte mieten können", so Walten.

Mix aus Neu und Alt

Dafür werden die alten Gebäude allerdings grundlegend umgebaut, der Kern der alten Substanz bekommt wenn nötig eine neue Haut. So wird beispielsweise in die beiden Hauptgebäude eine Lücke für eine Galerie gerissen, werden Etagen gekürzt, so dass die Front treppenartig wirkt. Glasfenster. Im so genannten grünen Haus wachsen Bäume in den oberen Stockwerken, wenn nötig, werden neben den alten, stilvollen Fenstern neue Glasflächen eingebaut. "Wir nutzen die alte Substanz als Grundlage für eine neue Gestaltung, die ein unverwechselbares Mix aus Alt und Neu ist", sagt Architekt Volker Busse.

Er muss dabei allerdings auf die Statik der Gebäude Rücksicht nehmen, kann nicht alle Ideen verwirklichen. Aber er entdeckt auch stets neue Möglichkeiten, wenn etwa nach dem Säubern von Wänden harmonische Backsteinarchitektur sichtbar wird, wenn Stahlstützen oder Bogendecken den Räumen einen besonderen Charakter geben. "Wir lassen möglichst viel stehen", so Busse. Etwa auch den Kamin im ehemaligen Kraftwerk, das in ein Restaurant umgebaut wird.

"Das Firmengelände soll bis in die Nacht lebendig sein", sagt Walten. Deshalb wird es neben den Gewerberäumen auch zwei kleine Theater, ein elegantes Kino im Art-Deco-Stil geben. Und das alles in einer Umgebung, die zum Flanieren durch viel Grün einlädt. Auch das hat alte Substanz, zum Beispiel einen riesigen Quittenbaum.

 


Info: aus Rheinische Post vom 03.11.2010